Arzthaftungsrecht:

Die Beratung und Vertretung in Streitigkeiten, die durch den Behandlungsfehler eines Arztes zu Ihrem Nachteil entstehen, stellen i.d.R. hohe Anforderungen an den Anwalt, weil neben der Erfassung und Abklärung der rechtlichen Fragen auch medizinisches Verständnis für die Sache erforderlich ist.

Durch die Möglichkeit, auf Mediziner verschiedener Fachrichtungen zur Beratung zurück zu greifen, kann ich folgendes für Sie leisten:
  • Abklärung, ob bei dem ärztlichen Eingriff ein Behandlungsfehler unterlaufen ist oder nicht. 
  • Beschaffung Ihrer Patientenunterlagen und Aufbereitung ("Übersetzung") zu Ihrem Verständnis und zur weiteren Verwendung.
  • Beratung mit Ihrer Krankenversicherung und dem Medizinischen Dienst über Ihren Fall.
  • Überprüfung, welche Schäden Ihnen entstanden sind (z.B. durch langwierige Therapien, Pflegebedürftigkeit, Erwerbsunfähigkeit etc.
  • Versuch einer außergerichtlichen Einigung mit den behandelnden Ärzten und/oder Krankenhäusern und den zuständigen Haftpflichtversicherungen (zeit- und kostenaufwendige Gerichtsverfahren sollten dort, wo möglich, in Ihrem Interesse vermieden werden).
  • Bei Scheitern einer Einigung Klage auf Schadensersatz und/oder Schmerzensgeld.
  • Überprüfung und Anmeldung aller weiteren Ansprüche (z.B. bei Mehraufwendungen für Pflege und Rehabilitation, Heilbehandlungskosten, Ansprüchen auf Berufsunfähigkeits-/Erwerbsunfähigkeitsrente, Ansprüchen auf Kranken- und Pflegegeld etc.)
Wenn Sie sich entscheiden, mich zu beauftragen, werden wir im Regelfall - soweit noch nicht geschehen - für Sie zuerst Ihre vollständigen Patientenunterlagen der behandelnden Ärzte anfordern und diese - ggf. unter Rücksprache mit einem Mediziner - sorgfältig sichten und überprüfen und den Inhalt mit Ihnen besprechen.

In der Mehrzahl der Fälle sind neben Ihren Behandlungsunterlagen noch weitere Informationen erforderlich, um einen Behandlungsfehler beweisen zu können. Diese Informationen können Sie als Patient selbst durch folgende Maßnahmen sichern.

Checkliste für Patienten:

  • Fertigen Sie möglichst ausführliche Notizen über das Behandlungsgeschehen an (insbes. Notierung aller Behandlungs- und Untersuchungstermine).
  • Halten Sie Ihren aktuellen Zustand fotografisch oder filmisch fest.
  • Notieren Sie die Namen und Adressen anderer, möglicherweise auch betroffener, Patienten und aller Personen, die Ihre Aussagen bestätigen können.
  • Notieren Sie die Bemerkungen, die ärzte und Pflegepersonal in Ihrer Anwesenheit gemacht haben, und deren Namen.
  • Lassen Sie sich alle von Ihnen mitgebrachten Unterlagen (z.B. Röntgenbilder) wieder aushändigen.
  • Bewahren Sie alle erhaltenen Schriftstücke(z.B. Aufklärungsbogen, Broschüren, Visitenkarten, Rechnungen) und Gegenstände (z.B. Prothesen, medizinischen Hilfsmittel, Knochenschrauben) gut auf oder fertigen Sie notfalls Kopien bzw. Fotos hiervon an.
  • Lesen Sie alle Arztbriefe und Krankenunterlagen sorgfältig auf Fehler in der Darstellung und Abweichungen zu Ihren Angaben durch und bestehen Sie, soweit erforderlich, auf Korrektur.
  • Wichtig: Vermuten Sie eine absichtliche Manipulation Ihrer Unterlagen, teilen Sie dies Ihrer Klinik oder Praxis auf keinen Fall mit. Sie sollten hier unbedingt sofort einen Anwalt oder Arzt Ihres Vertrauens zur weiteren Aufklärung einschalten. 
Erhärtet sich der Verdacht auf einen Behandlungsfehler danach, bietet es sich in den meisten Fällen an, mit der Berufshaftpflichtversicherung Ihres Arztes Verhandlungen über eine außergerichtliche Einigung zu führen.

Bei einer vernünftigen Regulierung des Schadens kann ein jahrelanger Prozess für Sie vermieden werden.

Scheitert der Versuch zur außergerichtlichen Einigung, kommen Sie nur zu Ihrem Recht, wenn Klage erhoben wird. 

Das kostet natürlich - u.U. sogar viel - Geld. 

Auch wenn Sie keine Rechtsschutzversicherung haben, gibt es aber Möglichkeiten, diesen Weg ohne erhebliche finanzielle Belastungen gehen zu können, wenn die Prozesskosten durch Prozesskostenhilfe oder ein Prozessfinanzierungsunternehmen übernommen werden.

Bei Bedarf können wir diese Möglichkeiten zu Beginn eines Mandates besprechen, ohne dass hier für Sie eine "Gebührenuhr tickt". 


copyright © 2019 Dr. Theresa Heinelt