Durchsetzung elektiver Operationen an der Grenze zur kosmetischen Chirurgie gegen die gesetzlichen Krankenkassen:

In allen diesen Fällen haben gesetzliche Krankenkassen betroffenen Frauen ärztlich verordnete Brustverkleinerungen und/oder Bauchdeckenplastiken bei schweren orthopädischen und dermatologischen Begleiterkrankungen verweigert. Bis heute habe ich mehr als 600 solcher Verfahren geführt, sie haben je nach gesundheitlicher Situation der Betroffenen gute Aussichten auf Erfolg, auch wenn sie i.d.R. sehr lange - manchmal mehr als zwei Jahre - dauern. 

 In einigen Fällen hat der Medizinische Dienst der Krankenkassen grob falsche sozialmedizinische Gutachten über Patientinnen erstellt, so dass wir nach Abschluss der sozialgerichtlichen Verfahren gegen die Krankenkasse jeweils eine Schmerzensgeldklage gegen den MDK eingereicht haben. In jedem dieser Fälle haben die betroffenen Patientinnen neben der Kostenübernahme für ihre Operationen ein Schmerzensgeld in einer Größenordnung von EUR 3.000,00 bis EUR 5.000,00 für die verlängerte Wartezeit durch die mangelhafte Begutachtung durch den MDK erhalten.

(Fuldaer Zeitung vom 10.12.2008)