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Unfallversicherungsrecht:

Wenn Sie einen Arbeitsunfall erlitten haben oder an einer Berufskrankheit leiden, erhalten Sie Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung. Auch wenn z.B. Ihr Kind in der Schule oder auf dem Schulweg einen Unfall erleidet, hat es einen Anspruch auf Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung. Träger der gesetzlichen Unfallversicherung sind die Berufsgenossenschaften und die Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand.

Die Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung beinhalten Maßnahmen zur Verhütung von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und zur ersten Hilfe, Früherkennungsmaßnahmen bzgl. Berufskrankheiten, Heilbehandlungen, Maßnahmen zum Erhalt, Förderung und Besserung der Erwerbsfähigkeit, Hinterbliebenenrente, Sterbegeld und Beihilfen, Rentenabfindungen, Verletztengeld, Haushaltshilfen und Betriebshilfen für Landwirte.

Zu den Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung gehören insbesondere

  1.  Heilbehandlung und Leistungen zur medizinischen Rehabilitation (Erstversorgung, ärztliche und zahnärztliche Behandlung einschließlich Versorgung mit Zahnersatz, Versorgung mit Arznei-, Verband- und Heilmitteln, Krankengymnastik, Bewegungs-, Sprach- und Beschäftigungstherapie, Versorgung mit Hilfsmitteln, insbesondere Körperersatzstücken, orthopädischen und anderen Hilfsmitteln einschließlich der notwendigen Änderung, Instandsetzung und Ersatzbeschaffung sowie der Ausbildung im Gebrauch und Versorgung mit häuslicher Krankenpflege)
  2. Ergänzende Leistungen (z.B. ärztlich verordneter ReHa-Sport, Reisekosten für Behandlungen und Familienheimfahrten, Betriebs- und Haushaltshilfen, Kinderbetreuungskosten, Kraftfahrzeughilfen)
  3. Geldleistungen (insbesondere Verletztengeld während der Arbeitsunfähigkeit, Übergangsgeld bei berufsfördernden Leistungen, Versichertenrente, Hinterbliebenenleistungen wie Sterbegeld, Überführungskosten, Witwen- und Waisenrenten)

D-Arzt:

Nach einem Arbeits- oder Wegeunfall wird Sie zuerst ein sog. D-Arzt ("Durchgangsarzt") untersuchen. Nach der Untersuchung entscheidet der D-Arzt, ob Ihre Verletzungen einer weiteren allgemeinen oder besonderen Heilbehandlung bedürfen. Soweit diese Entscheidung behandlungsfehlerhaft ist (das "ob" oder "wie" Ihrer weiteren Behandlung), haftet für daraus entstehende gesundheitliche Schäden nicht der Arzt, sondern die zuständige Berufsgenossenschaft.

Wenn der D-Arzt allerdings, was häufig vorkommt, nach der Entscheidung über das "Ob" und "Wie" der Verletztenbehandlung Ihre Weiterbehandlung selbst übernimmt, ist die Tür für eine zivilrechtliche Haftung des D-Arztes insbesondere auch auf Schmerzensgeld geöffnet. 

Die Abgrenzung, in welchem Pflichtenkreis der D-Arzt behandelt hat, ist oft schwierig. Insbesondere im Hinblick auf laufende Verjährungsfristen ist der Sachverhalt hier sorgfältig zu überprüfen.

Hier sollten Sie sich auf jeden Fall entweder an mich oder einen anderen qualifizierten Anwalt wenden.

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copyright © 2019 Dr. Theresa Heinelt